Ein Rauhnächte-Journal

Meine Freundin wünschte sich ein Journal, um ihre Gedanken und Rituale zu den Rauhnächten festzuhalten. Sie hatte eine vage Vorstellung, aber keinen klaren Plan für das Design. Gemeinsam wählten wir die Materialien, und ich übernahm die Gestaltung des Covers.

Der Einband besteht aus dunkelblauem Leinen, robust und zeitlos – ideal für ein Journal, das viele Jahre begleiten soll. Auf dem Cover ist eine winterliche Schneelandschaft in silbernem Embossing zu sehen, mit einem vollen Mond, der in einem sternklaren Himmel leuchtet. Wer genau hinsieht, entdeckt das Sternzeichen der Person, der das Journal gehört. Unter der Landschaft befindet sich das Triple-Moon-Symbol, das meine Freundin selbst ausgesucht hat – es sprach sie einfach an und passte gut zu den „verlorenen Tagen“ der Rauhnächte.

Für die Innenseiten habe ich 50 Blätter verwendet, die durch handgefärbte blaue Trennblätter unterteilt sind. Diese habe ich selbst marmoriert und als Vorsatzblätter genutzt, um dem Journal eine besondere Note zu verleihen.

Vielleicht ist es auch eine Idee für dich, die Rauhnächte einmal anders zu erleben. Anstatt die Zeit zwischen dem 21. Dezember (Wintersonnenwende) und dem 3. Januar mit Stress, Familienstreit und dem üblichen Neujahrsrummel zu füllen, könntest du diese Tage für eine ruhige, in sich gekehrte Reflexion nutzen. In einer Zeit, die oft hektisch und laut ist, könnte es eine besondere Erfahrung sein, sich bewusst auf das kommende Jahr vorzubereiten und die „verlorenen Tage“ für Besinnung und Klarheit zu nutzen. Warum also nicht einmal diesen Weg gehen und die Rauhnächte auf deine eigene Art und Weise erleben?

Kleines Drachen-Journal

Auch dieses kleine Journal ist von einer Freundin in Auftrag gegeben worden – der zweite Auftrag von Ceresia. Sie wollte liniertes Papier, Größe A6 und einen kleinen Drachen mit der Rune Othala auf dem Cover. Wir entschieden uns dann auch für diese zwei Lederbänder als Verschluss und Violett als Akzentfarbe. Das ist, was ich aus diesen Vorgaben gemacht habe:

Bilder aus der Herstellung

Dieses Journal hat ein paar unübliche Besonderheiten, nicht nur das okkulte Design. Das Lesezeichen ist überbreit, die beiden Schnallen sind recycelt aus einem alten zarten Gürtel. Auf der Innenseite ist noch eine kleine Tasche für kleine Goodies. Die Vorsatzpapiere sind handmarmoriertes Papier aus England.

Lesezeichen

Ein Buch in die Hand genommen und losgelesen. Doch dann muss man sich mal wieder den alltäglichen Dingen widmen, nur, was jetzt mit dem Buch? Einige legen kurzerhand das Buch auf sein Gesicht. Ouch. Kurz geht das, aber vergisst man das arme Stück Literatur und kommt später zurück, hängt es ziemlich durch. Nicht so tolle für den Buchrücken. Andere Lösung? Man nimmt sich IRGENDetwas und steckt es in das Buch. Stifte, Kassenzettel, Bonbonpapier, oder ein komplettes anderes Buch. Vielleicht fallen dir noch mehr Dinge ein, die du schon in Büchern gesehen hast.

Recht praktisch ist das nicht, wenn man das Buch dann doch mitnehmen möchte um in seinen Lieblingssessel oder das Bett zu kriechen, wohin dann mit dem anderen Gegenstand? Und – sind wir mal ehrlich – schön ist was anderes. Abgesehen davon, dass ich mich im Namen der Bücher wieder über die Beanspruchung des Buchrückens beklagen kann, bei derartigen „Lesezeichen“. Manchmal hängt praktischerweise ein Lesezeichenbändchen am Buch, das ist aber lange nicht die Regel. Also bekommt man Lesezeichen entweder als Geschenk – z. B. in Bücherläden oder von aufmerksamen Freunden – oder man holt sich sein ganz eigenes Lesezeichen das einem richtig gut gefällt.

Leider sehe ich immer wieder Lesezeichen aus Leder, dick gewebt oder sogar aus Metall. Als Buchbinderin und Buchliebhaber rollen sich mir da die Nägel hoch, denn dickes Material in ein Buch gesteckt verursacht – wie oben schon angedeutet – starke Spannungen im Buchrücken! Ganz zu schweigen davon, dass sich Metall z. B. in Form von Büroklammern in das Papier eindrücken. Wenn diese leicht rosten, hinterlassen sie hässliche Flecken. Verbleibt ein solch dickes Lesezeichen länger in einem Buch, kann es zu einem geschwächten Buchrücken bis hin zum Bruck kommen. Auch ich finde diese Lesezeichen schön und kreativ, aber lasst sie nicht an eure Lieblingsbücher.

Auch in Skizzenbüchern praktisch

Auch die Papierecken habe ich schon ausprobiert und einige für meinen Mann und mich selbst hergestellt. Solange das Buch nur daheim bleibt sind diese auch eine tolle Lösung. Nur für Unterwegs eher ungeeignet, wir haben schon öfter welche verloren, weil sie einfach leicht herausfallen wenn das Buch in der Tasche ist oder getragen wird. Auch muss beim Papier darauf geachtet werden, dass eventuelle Druckertinte oder Stifte wasser- und abriebfest sind um deinen Kumpel nicht zu verschmutzen. Bei selbst-gebasteltem ist außerdem auf Kleberückstände zu achten, die sonst die Seiten beschädigen könnten.

Gar nicht so einfach. Und was nimmt der Literat jetzt um seine aktuelle Leseposition zu markieren? PostIt Zettel wären toll, wäre da nicht dieser miese Kleber. Warum weißt du sicher noch von dem Beitrag über die artgerechte Haltung und Pflege von Büchern. Schauen wir uns Lesezeichen an, die man von Buchkundigen geschenkt bekommt, merken wir, dass es immer irgendwie welche aus Papier sind. Klar. Papier passt am besten zu Papier und ist am schonensten für das Buch! Also, nimm Lesezeichen aus Papier, so bist du auf der sicheren Seite.

Lesezeichen aus Papier mit Quaste – Herbst-Collection