Ein einzigartiges Werk verlässt die Werkstatt. Dieses Journal trägt auf seinem Cover die Illustration einer zweiköpfigen Schlange – ein Sinnbild für Dualität, Wissen und Verwandlung. Das Motiv wurde mit feiner Nachtleuchtfarbe veredelt: Wenn es Licht getankt hat, leuchtet die Schlange im Dunkeln – ein stilles, magisches Glimmen, das erst in der Nacht sichtbar wird.
Der Einband besteht aus einem strukturierten Kunstleder in Schuppenoptik – griffig, robust und edel zugleich. An den Ecken schützen kleine Metallelemente den Einband und unterstreichen das klassische Design.
Innen wartet ein zart schimmerndes Vorsatzpapier in Perlmuttoptik, kombiniert mit blanken Seiten für Gedanken, Skizzen und Zaubereien aller Art. Ein Lesezeichenband in sanftem Champagner-Ton rundet das Gesamtbild ab.
Dieses Journal war ein Experiment – das erste mit nachtleuchtender Farbe – und es hat die Werkstatt nicht ohne Stolz verlassen.
Dieses Bestiarium wurde als individuelle Auftragsarbeit angefertigt. Der komplette Inhalt – Texte, Layout, Illustrationen und Satz – wurde vom Kunden selbst erstellt und mir als fertige Druckdatei zur Verfügung gestellt. Ich habe den Buchblock gedruckt, von Hand genäht, gepresst und anschließend komplett eingebunden.
Die Seiten wurden auf Wunsch künstlich gealtert: mit Kaffee getönt, teilweise leicht angebrannt und anschließend geglättet, sodass ein authentischer „abgenutzter“ Abenteuer-Look entsteht.
Der Einband besteht aus schwarzem Leder, das von Hand auf alt gemacht wurde. Auf dem Cover befinden sich das Witcher-Wolfssymbol und der Schriftzug Bestiarium in silbernem Embossing. Der Gürtelverschluss verläuft durch den hinteren Buchdeckel hindurch und kann wie ein echter Riemen geöffnet werden.
Ein besonderes Detail befindet sich auf dem Buchrücken: die Witcher-Runen, die in den passenden Farben im Dunkeln leuchten. Bei Tageslicht wirken sie dezent, im Dunkeln kommen sie richtig zur Geltung.
Eine robuste, thematisch passende Umsetzung für Fans der Reihe und Sammler von individuell gestalteten Büchern.
Hier bekommst du einen Überblick, über die verschiedenen Arten, wie einzelne Seiten zu einem Heft, Journal oder Buch zusammen gefügt werden können.
Leimbindung
Die einfachste Technik lose Seiten zusammenzufassen zu etwas, das sich Buch nennen kann. Hierbei werden die Blätter an einer Seite des Buchblocks leicht eingesägt oder eingeschnitten und ordentlich mit Leim eingestrichen. Zusammen mit dem Cover, das meist direkt auf den Rücken geleimt wird, ergibt das eine Leimbindung. Solche Bindungen kennt man hauptsächlich von Taschenbuch-Formaten.
Vorteile:
schnell und günstig in der Herstellung
auch eine lose Sammlung von Schriftstücken oder Bildern kann nachträglich zu einem Buch oder Album zusammengefasst werden, ohne die Papiere lochen oder schneiden zu müssen
Nachteile:
Das Aufschlagen geht nicht so leicht, die Seiten lassen sich nur schwer aufschlagen, das Buch hat die Tendenz sich wieder zu schließen.
begrenzte Haltbarkeit, Abhängig von der Papierart und Beanspruchung
Nicht jedes Papier kann so verarbeitet werden. Gerade glatte Papiere nehmen den Leim zu schlecht auf, so dass sie sich schnell lösen würden.
Koptische Bindung
Bei dieser Bindeart hat das Buch keinen klassischen Rücken und man sieht die Fäden am offenen Buchrücken. Die Heftlagen werden dabei gefaltet und am Falz zusammengenäht. Viele Hobbybuchbinder wählen diese Technik, da sie auch ohne viele Werkzeuge auskommen, und vor allem ist sie leimfrei. Mit den sichtbaren Fäden der Bindung lassen sich wunderschöne Muster erzeugen, mit den Farben spielen oder Perlen und ähnliches einfädeln.
Vorteile:
viele optische Möglichkeiten
kein Leim – sehr gut für Aquarell-Malbücher
lassen sich sehr gut aufklappen, das Buch liegt flach vor dir
Nachteile:
Bei häufiger Beanspruchung/Reibung am Rücken des Buches, z. B. durch das Tragen in einer Tasche können die Fäden dünn werden und letztendlich reißen.
Das Papier ist auch am Rücken offen und kann beschädigt werden durch Umwelteinflüsse.
Japanische Bindung/Blockbindung
Ähnlich wie die Leimbindung werden die Papiere ohne sie zu falten aneinander geheftet, aber anstatt Leim kommt hier ein Faden zum Einsatz. Die Papiere werden vorher als Block gelocht, entweder mit einem Nagel durchschlagen, mit einem Papierbohrer durchbohrt oder – im Fall von dickem Papier z. B. bei einem Fotoalbum – alle von Hand einzeln gelocht mit Locheisen oder klassisch einem Locher. Das Material um den Buchblock zusammen zu fügen kann sehr unterschiedlich ausfallen. Man kann klassischen Faden nehmen, oder ein dünnes Schmuckband hindurchziehen. Für den rustikalen Look kann ein Lederband genommen werden. Der Möglichkeiten sind hier fast keine Grenzen gesetzt, hauptsache es passt durch die Löcher des Buchblocks und ist stark genug alles zusammen zu halten. Zusätzlich können mit der Setzung der Löcher Muster an den Buchdeckeln entstehen.
Vorteile:
einfache Bindeart, kostengünstig
kommt ohne Leim aus
viele Variationen der Schnur/Faden/Bandes möglich
es können nachträglich auch Seiten hinzugefügt werden wenn nötig
Nachteile:
es lassen sich fast nur dünne Papiere verarbeiten, da sich die Papiere knicken lassen müssen um das Buch aufzuschlagen, bei Fotoalben werden die einzelnen Seiten mehrmals vorgefalzt
die Bindung ist nicht sehr robust, ein Mitführen ist nur mit entsprechendem Schutz möglich – außer mit Lederbändern
Eine Anleitung, wie du selbst deine lose Blättersammlung zusammenbinden kannst, findest du hier.
Rindbindung
Genau wie bei der Japanischen Bindung werden die Seiten gelocht, allerdings werden durch die entstandenen Löcher Ringe hindurch geführt. Diese lassen sich sehr leicht wieder öffnen und so kann – wie bei einem Ringordner – an jeder beliebigen Stelle zu jeder Zeit auch wieder eine Seite hinzugefügt werden oder alles umsortiert werden. Ideal für Sammlungen, Fotoalben, Sammelmappen die wachsen oder andere Alben.
Vorteile:
jederzeit einfach erweiterbar oder umsortierbar
sehr schnell und einfach hergestellt – auch selbst
ohne Leim und ohne Fäden
flexibel, da man die Seiten jederzeit leicht austauschen kann
Nachteile:
nicht so fest verbunden, die Seiten verschieben sich etwas zueinander
Dicke hängt von dem Ringdurchmesser ab, es gibt eine maximale Anzahl an Inhalt
Fadenbindung/Fadenheftung
Die Fadenheftung ist eine traditionelle Methode, um die Seiten eines Buches miteinander zu verbinden. Dabei werden die einzelnen Buchseiten in kleine Abschnitte gefaltet und dann mit einem starken Faden oder einer Schnur miteinander vernäht. Diese Nähte werden dann über sogenannte Bünde genäht die das Buch im Einband halten oder direkt durch den Buchrücken gezogen, was eine feste Verbindung zwischen den Seiten und dem Einband des Buches gewährleistet. Buchblock und Einband werden seperat voneinander hergestellt und erst im letzten Schritt miteinander verbunden.
Vorteile
Langlebigkeit: Die Fadenheftung sorgt für eine robuste Bindung, die dafür bekannt ist, lange zu halten.
Flachliegendes Buch: Durch die Fadenheftung kann das Buch flach aufgeschlagen werden, was das Lesen und Schreiben erleichtert.
Flexibilität: Bücher mit Fadenheftung können häufiger aufgeschlagen und verwendet werden, ohne dass die Seiten herausfallen oder sich lösen.
Nachteile
Kostenintensiv: Die Fadenheftung ist im Vergleich zu anderen Bindemethoden oft teurer.
Aufwändig: Die Herstellung von Büchern mit Fadenheftung erfordert mehr Zeit und Geschicklichkeit.
Bei sehr schweren Büchern kann die Verbindung zwischen Buchblock und Einband langsam durchhängen oder sich sogar ganz lösen.
Auf der Innenseite der Buchdeckel sieht man die Abdrücke der Bänder und des Einbandmaterials etwas durch.
Franzband/Finebinding
Der Franzband, auch bekannt als Finebinding, ist eine hochwertige Bindetechnik, die oft bei luxuriösen Büchern verwendet wird. Bei dieser Methode werden die Buchseiten auf ein Band aus Baumwolle genäht wie bei der „normalen“ Fadenheftung. Allerdings wird der Einband nicht seperat vom Buchblock hergestellt und am Ende alles verbunden. Der Einband wird direkt an den Buchblock gebaut, die Bünde laufen in die Buchdecken hinein und werden komplett verdeckt, so bilden Buchblock und Einband eine untrennbare Einheit.
Vorteile
Hohe Qualität: Das Franzband bietet eine erstklassige Bindung, die für ihre Langlebigkeit und Stabilität bekannt ist.
Ästhetik: Bücher mit Franzband haben oft einen edlen und ansprechenden Look, der sie zu einem begehrten Geschenk oder Sammlerstück macht, da nichts von der Bindung innen und außen zu sehen ist.
Flexibilität: Obwohl das Franzband eine feste Bindung bietet, ermöglicht es dennoch ein bequemes Aufschlagen des Buches und ein angenehmes Lese- oder Schreibeerlebnis.
Nachteile
Kostenintensiv: Die Herstellung von Büchern mit Franzband erfordert spezielle Materialien und handwerkliches Können, was zu höheren Kosten führen kann.
Zeitintensiv: Die Herstellung von Büchern mit Franzband ist aufwendiger und erfordert mehr Zeit als andere Bindetechniken.
Mein zweites Journal bei dem ich echte Halbedelsteine auf dem Cover in Epoxidharz eingelassen habe. Einband aus Lederfaserstoff, Innenseiten braunes Skizzenpapier und das Vorsatzpapier aus meinem Bestand an handmarmoriertem Papier aus England von Jemma Lewis Marbling. Lange war dies mein schönstes Journal im Lager. Bis es seine lange Reise während Corona bis nach Kanada antrat, als Eilsendung im Flieger!
Ich liebe Bullet-Journaling! Es macht den Kopf frei für die wirklich schönen Dinge und nebenbei kann man ganz entspannt kreativ sein – oder eben auch nicht, wenn es gerade nicht passt. Dieses Jahr wollte ich mir kein Notizbuch kaufen um es als Bullet Journal zu verwenden – ich kann doch selber Bücher binden! Da ich punktierte Seiten ziemlich praktisch finde – man hat eine Orientierung egal in welche Richtung und sie sind unauffällig – musste ich dieses Muster natürlich irgendwie auf mein Papier bekommen, das ich zum Buchbinden verwende. Solches Papier zu kaufen ist gar nicht so einfach und punktiert schon gar nicht!
Was ein Bullet Journal ist und wie du das machst, erfährst du in einem anderen Beitrag. Aboniere meinen Blog und verpasse den Beitrag nicht!
Also an den PC gesetzt und eine Datei erstellt mit Punktierung. Tja, und dann sind da die Seitenzahlen, dürfen natürlich nicht fehlen. Eines kam zum Anderen und ich hatte am Ende eine 20 MB große Datei voll mit schönen magischen Grafiken, naturalen Bildern und mystischen Symbolen. Auch dabei ist ein Index, Future Log und dazu ein Jahresrad zum Selbst-Beschriften mit den aktuellen Terminen.
Ich begann parallel zwei verschiedene Varianten zu erstellen. Eines mit nur punktierten Seiten für mich, (ich gestalte sehr viel selbst) das Zweite mit den bedruckten und gestalteten Seiten. Da gibt es auf jeder Doppelseite Neues zu entdecken!
Damit auch Rituale und besondere Notizen einen Platz finden würden, fügte ich hinten noch zwei Lagen gealterten Papiers hinzu.
Das Cover sollte natürlich auch magisch sein. Und mit meinen neuen Ideen und Erfahrungen zum Epoxidharz in Verbindung mit meinem Fable für Leuchtfarbe wurde es für mein eigenes natürlich ein leuchtendes Pentagram. Das zweite gestaltete ich etwas einfacher, die Rundungen auszuschneiden war doch sehr strapazierend für meine Finger. Durch eine nicht ganz waagerechte Lagerung bei der ersten Schicht Harz entstand der Farbverlauf im Pentagram. Durch Zufälle entstehen manchmal doch sehr interessante Effekte, immer ein Grund füch mich zu experimentieren und nicht über alles die Kontrolle haben zu wollen 😉
Das Cover sah noch etwas nackt aus, also experimentierte ich mit zusätzlichem Embossing herum. Ich wählte alle weiteren Komponenten des Buches aus, als Vorsatzpapier ein handmarmoriertes Papier in violett, zwei Lesezeichen und Kapitalbändchen jeweils farblich passend. Die Schnittkanten des Buchblocks färbte ich auch noch ein um ihn älter aussehen zu lassen.
Das zweite Witchy-BuJo
In letzter Zeit hatte ich auch viel mit Kristallen aus Epoxid experimentiert und wollte diese endlich sinnvoll an einem Buch verwenden. So kam ich auf die Idee, dass ein Anhänger am Buchrücken sich super machen würde. Aber so, dass man ihn bei Bedarf auch abmachen kann. Die Kristalle mussten noch geschliffen und poliert werden, keine einfache Aufgabe. Ich musste noch sehr viel feinkörnigere Schleifpapiere und eine Schleifpaste bestellen, bevor ich die Kristalle fertig machen konnte. Die Arbeit hat sich gelohnt, die Ergebnisse können sich sehen lassen!
Eine Freundin stellte direkt ein Witchy-BuJo in Auftrag, so begann ich ein drittes obwohl das zweite noch nicht einmal fertig war. Sie wollte auf dem Cover aber ein Bild von einem Baum und ihrem Krafttier anstatt dem Epoxid-Inlay, außerdem keine gealterten Seiten. Wir suchten ihr Eckverzierungen heraus, fügten noch eine Tasche hinten ein, da sie gerne kleine Zettel aufhebt und ich gestaltete einen Anhänger aus dem Kristall, den sie sich ausgesucht hatte. So wurde dann dieses wundervolle Witchy-BuJo geboren.
Das Witchy-BuJo ist im Shop noch nicht erhältlich, wird aber als Sonderanfertigung bald aufgelistet. Die Kristall-Anhänger gibt es aber schon hier!